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iMac – aber nur mit Linux

Linux in iMac
Mein Gnome-Desktop auf dem iMac

Ja, es stimmt: ich habe mir den neuen iMac gekauft, weil ich die Hardware wollte, und nicht, weil ich MacOS so sehr mag oder Apple so cool finde. Auf meinem letzten iMac hatte ich bereits eine Dual-Boot-Konfiguration: 850 GB für Linux und 150 GB für MacOS. Das Ganze funktionierte recht gut, aber MacOS habe ich nie gebraucht.

Also stand fest, mein nächster iMac kann ganz auf MacOS verzichten.

iMac und Fusiondrive – und Linux

In meinem neuen 27″-iMac (Apple: „late 2012 iMac“; dmidecode meldet unter Linux: „iMac13,2“) werkelt – neben einem i5 mit 3,2 Ghz und 8 GB RAM – ein sog. „Fusiondrive„. Es handelt sich dabei hardwareseitig um zwei eingebaute Platten: eine kleinere, 120 GB fassende SSD und um eine normale SATA-Platte, die unter MacOS so gekoppelt sind, dass sie wie ein Laufwerk erscheinen (und vom System auch so behandelt werden). Apple verspricht, dass das MacOS-System sowie häufig verwendete Programme und Daten „dynamisch“ auf die SSD geschoben werden und es so zu einem deutlichen Geschwindigkeitsgewinn beim Booten und Arbeiten kommen soll.

Diskaufteilung unter MacOS X
Diskaufteilung unter MacOS X Mountain Lion

Das Verfahren funktioniert zwar und bringt Speed, aber: mir ist es prinzipiell unheimlich, wenn das Betriebssystem darüber Buch führt, was ich häufig nutze und eigenmächtig Speicherorte fest legt, ohne dass ich da eingreifen kann.

Das war der wahre Antrieb für mein Vorhaben: es schien mir ziemlich unattraktiv, die schnelle SSD in einer Dual-Boot-Konfiguartion MacOS allein zu überlassen, zumal ich ja – wie gesagt – MacOS ja gar nicht brauche.

Bevor ich hier den Ausblick auf MacOS beschließe, noch drei Tipps:

1. Bevor man sich endgültig von MacOS verabschiedet, sollte man sich klar sein, dass Firmware-Updates für den iMac nur via MacOS eingespielt werden können. Unter Linux nutzt man den Rechner zukünftig „wie er dann eben ist“. Von daher empfiehlt es sich, vorhandene Updates vorher noch einzuspielen.

2. Man tut sich und der Umwelt einen Gefallen, wenn man vor dem letzten Herunterfahren die Lautsprecher des iMacs herunterregelt, will man nicht bei jedem Booten in Zukunft mit einem dröhnenden Fanfarenschall begrüßt werden.

3. Auf der 3. Partition der ersten, also der „großen“ SATA-Platte befindet sich eine Mac-HFS+-Partition, auf der das Wiederherstellungs-System von Mountain-Lion gespeichert ist. Den Inhalt dieser Partition sollte man vor der Installation sichern (ca. 630 MB), dazu reicht eine SD-Karte oder ein USB-Stick. Kopieren kann man die Partition bequem mit Parted Magic oder ähnlichen Tools. (In meinem Fall habe ich gesichert und beim Neupartitionieren die Partition einfach so belassen, die paar MB tun bei 3 TB Kapazität ja nicht weh.)

Wie geht das mit Linux und EFI-Boot? Und welches Linux ist geeignet?

Prinzipiell bin ich in Sachen Linux nicht auf eine Distribution festgelegt, was mich bei meinem Vorhaben etwas entlastet hat. Ich wollte aber auf jeden Fall den Weg des geringsten Widerstands gehen und meine Lernkurve so flach wie möglich halten. Alle neueren Linux-Distributionen sind ja mittlerweile fähig, von EFI zu booten. In die engere Wahl kamen – in dieser Reihenfolge: ubuntu, Opensuse, Debian und Fedora.

EFI Boot Screen
Der EFI Boot Screen stiftet Verwirrung: wo in der Mitte „Windows“ steht, ist zwar auch eine Linux-CD drin, aber nur die Auswahl „EFI Boot“ macht auch eine Linux-Installation von CD/DVD möglich

Fehlstarts im BIOS-Mode

Um es gleich zu sagen: Die meisten Installationsmedien scheitern bereits an der ersten Hürde. Wenn beim Neustart des iMac – während man kräftig die ALT-Taste drückt – die EFI-Boot-Auswahl erscheint, zeigt sich bei den wenigsten Install-CDs die Auswahl „EFI-Boot“ (s. Foto oben). Das ist z.B. bei den Live-Installtions-CDs bzw. -DVDs von ubuntu und Opensuse der Fall.

Ich kann zwar auch mit dem Fehlen dieses „EFI Boot“-Eintrages ein Linux von einer Silberscheibe booten und dann den scheinbar normalen Install-Prozess durchlaufen, aber EFI startet dann den Mac im BIOS-Mode, gaukelt also einen PC mit BIOS vor, was zur Folge hat, dass am Ende der ganz normale GRUB (grub-pc) installiert wird. Richtig wäre aber, dass die EFI-Variante von GRUB installiert wird (grub-efi), denn nur diese kann Linux im schnellen EFI-Modus booten.

Scheitern mit ubuntu 13.04 – alles easy mit Opensuse 12.3

Dieses Lehrgeld habe ich zunächst mit ubuntu bezahlt. ubuntu 13.04 schafft es, „prinzipiell“ EFI-Boot-fähig zu sein, dann aber auf seinen Installationsmedien – übrigens auch auf der Install-DVD, auf der noch genug Platz wäre – die grub-efi Pakete gar nicht mit an Board zu haben.

ubuntu-grub-efi
Installiert man von Hand vor der Installation unter ubuntu grub-efi nach, wird das Paket grub-pc scheinbar gelöscht. Trotzdem ist es grub-pc, das am Ende die Boot-Daten schreibt und einen EFI-Start leider unmöglich macht.

In meinem Fall war es so, dass ich von den normalen Installations-CDs (sind ja jetzt auch bereits „kleine“ DVDs mit ca. 900 MB) gar nicht im EFI-Boot-Modus starten konnte. Dies gelang mir erst mit der Installations-DVD (ca. 1,6 GB groß), die es auf ubuntu.com zum Herunterladen gibt. Am Ende der Installation wurde dann grub-pc ausgeführt – dies übrigens auch, obwohl ich vor dem Schreiben des Boot-Codes manuell grub-pc noch durch grub-efi ersetzt hatte.

Das Problem bei ubuntu scheint dabei zu sein, dass eine bereits bestehende EFI-Partition nicht erkannt und für die Installation verwendet wird. In meinem Fall sollte ja im Grunde das Partitionsschema von dem vorigen System MacOS übernommen werden. Angeblich funktioniert eine EFI-Installation dann, wenn man ubuntu die vorhandene Platte selbst löschen und ein neues GPT-Partitionsschema selbst erstellen lässt – was ich ja ausdrücklich nicht wollte.

Nach dem Booten empfing mich folgender Schirm – der mir nicht mehr all zu viele Möglichkeiten ließ.

Rescue Modus Grub
Der „falsche“ GRUB empfängt im Rescue-Modus. Da ist dann wohl was schief gelaufen…

Nun muss an dieser Stelle nicht Endstation sein. Es gibt einen Haufen Seiten im Netz, die sich damit beschäftigen, wie man eine kaputte GRUB-Installation wieder repariert. Ich habe auch einiges davon ausprobiert, hatte dann aber irgendwann auf die ganze Frickelei keine Lust mehr: die Lernkurve wurde mir für eine Installation einfach zu steil.

EFI: Opensuse 12.3 machts einfach

Also nun Opensuse – in Version 12.3.

Hier muss man wissen, dass man zwingend die Installations-DVD von Opensuse benötigt, die immerhin stolze 4,4 GB groß ist. Eine kleinere Live-CD mit KDE- oder Gnome-Desktop-Vorauswahl ermöglicht den notwendigen EFI-Boot-Modus nicht. Die „große“ DVD läuft dann aber brav im EFI-Boot-Modus an und durch den Suse-typischen Installationsvorgang glatt durch.

Spannend wird es dann, wenn es an die Einteilung der Festplatte geht. Auf beiden Festplatten gibt es jeweils bereits eine von MacOS erstellte EFI-Partition, die ich von der Größe einfach so belassen habe. Auf der SSD (/dev/sdb) habe ich die ebenfalls vorhandene MacOS-Bot-Partition gelöscht und durch eine kleine Linux-Boot-Partition ersetzt. Für das System (/ – root) reservierte ich den Löwenanteil, dazu noch eine 1,5 GB große Swap-Partition.

Auf der „großen“ Platte beließ ich zusätzlich zur EFI-Partiton noch die „Rescue“-Partition von MacOS, und schlug satte 2,7 GB /home zu.

Das Ganze sah dann am Ende so aus:

Partionendschungel Linux
Die aktuelle Partitionierung meines iMAcs unter Opensuse

Mit diesen Einstellungen und der Vergewisserung, dass bei „Bootmanager“ „grub-efi“ vermerkt ist, habe ich mir dann mein Gnome-System aufgesetzt und war sehr gespannt, was mich am Ende der Installation nach dem Reboot erwarten würde. Die Installation jedenfalls lief genauso reibungslos durch wie auf einem 08/15-BIOS-PC.

Nach dem spannenden Reboot dann dieser grub-efi-Willkommens-Schirm – alles glatt gelaufen!

Der schlichte Bootscreen von Opensuse
Der schlichte Bootscreen von Opensuse

Nach den Erfahrungen mit ubuntu war ich regelrecht begeistert, wie einfach und schnell die Installation durchlief. Keine Tools mehr wie rEFIt oder rEFInd notwendig – alles ok.!

Stolpersteinchen auch bei Opensuse auf iMac

Ok., ok.: Ganz ohne (kleinere) Probleme ging es danach aber dennoch nicht weiter.
Zwar zeigte sich der Desktop problemlos an (der noveau-Treiber war in Betrieb), aber sämtliche Netzschnittstellen waren unkonfiguriert. Sowohl eth0 als auch wlan0 werden auf dem iMac von Broadcom-Chips angetrieben. Deren Firmware wird zum Betrieb benötigt, ist aber rein proprietär und somit nicht Teil eines Opensuse-Installmediums.

Wohl dem, der dann noch einen zweiten PC zur Verfügung hat! Ich habe auf dieser Seite eine Lösung für die fehlende Onlineanbindung gefunden: der entsprechende Broadcom-Treiber (bcm43xx firmware) musste mit dem anderen PC heruntergeladen, auf einen USB-Stick transferiert und dann auf dem iMac manuell installiert werden. Immerhin konnte ich dann via Yast den WLAN-Zugang konfigurieren und mein System aktualisieren und all das Zeug nachinstallieren, das ich im Alltag so benötige.

Fazit: Linux und EFI auf dem iMac

Mit einer „prinzipiellen“ (U)EFI-Fähigkeit ist es bei den aktuellen Linuxdistributionen nicht getan, wenn es dann am Ende daran scheitert, dass der „richtige“ Bootloader nicht geschrieben werden kann, weil auf der Install-CD das dafür zuständige Programm fehlt. Für Einsteiger stellt dies eine nicht zu überwindende Hürde dar, die so manchen an einer Installation verzweifeln lassen werden. Denn auch die entsprechenden Anleitungen dazu im Netz sind nicht leicht zu verdauen.

Wenn (U)EFI-Boot inzwischen Standard bei der Hardware ist, so hat Linux noch einiges aufzuholen. Denn „die“ Standard-Installation unter Linux geht immer noch vom guten alten BIOS-PC aus, EFI-Boot ist ein Nebenthema, das sich ganz schnell in technischen Details verliert und nicht sehr übersichtlich dokumentiert ist.

Dass es anders geht, und sogar gut, zeigt Opensuse 12.3, die ihre Hausaufgaben in Sachen EFI-Boot gemacht haben.

Linux in iMac
It works: solo Linux auf dem iMac! Hier mein Gnome-Desktop.

Beitragsbild „Weird“:

DeclanTM, flickr.com, lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 2.0 Generic Lizenz.

16 Comments

  1. Marco Marco 8. September 2013

    Ja, das finde ich auch. Auch wenn man Apple oder MacOS nicht mag, man muss einfach zugeben, die Hardware ist (auch wenn man Design beiseite lässt) richtig gut. Tadellos verarbeitet.

    Der oben geschilderten Problematik bin ich bei der Installation von Ubuntu gar nicht begegnet. Allerdings nutze ich Refind als Bootmanager und auf meinem MacBook läuft auch Windows und natürlich MacOS. Hier mein Erfahrungsbericht.

    https://www.unmus.de/auf-nichts-verzichten-triple-boot-macbook/

    Ubuntu hat sich viel einfacher als Windows in der EFI-Variante installieren lassen. Windows ist hier etwas giftig. Das kann aber auch daran liegen, dass Apple-EFI nicht ganz dem Standard entspricht und in einer hybriden Architektur daher kommt.

    • Ulrich Berens Ulrich Berens 8. September 2013

      Hallo Marco,
      Danke für Deine Rückmeldung!

      Du hast Recht: mit refind ist ein Multibetrieb deutlich einfacher zu handeln. Auf meinem letzten iMac habe ich es ebenfalls benutzt.

      Mittlerweile habe ich die geschilderten Klippen bei einer reinen Nur-ubuntu-Installation auf dem iMac umschiffen können. Das Problem bei ubuntu ist, dass ubuntu keinen Eintrag in den EFI-Bootmanager schreibt und so natürlich ubuntu nicht booten kann.

      Da aber ubuntu EFI „kann“ und eigentlich alles bei der Installation richtig macht, kann man dies aber händisch nachholen und den fehlenden Eintrag selbst eintragen.

      Dazu muss man zunächst ein ubuntu-Live-System via CD/DVD booten und dann die neue Installation der Festplatte via chroot-Umgebung einbinden. Wie das geht, steht hier beschrieben: https://wiki.ubuntuusers.de/EFI_Nachbearbeitung

      Nach dem Aktivieren der chroot-Umgebung genügt ein einfacher shell-Befehl abgesetzt als Root, um den fehlenden EFI-Eintrag zu erstellen:

      root@ubuntu:~$ efibootmgr --create --disk /dev/sdb --part 1 --label "ubuntu" --loader \\EFI\\ubuntu\\grubx64.efi

      (Zur Erinnerung: die SSD und somit die gewünschte root-Partition sitzen bei meiner Installation auf /dev/sdb.)

      Eine erneute Abfrage mittels:
      efibootmgr

      Sollte nun das Ergebnis anzeigen. Das sieht bei mir so aus:

      root@ubuntu:~$ efibootmgr
      BootCurrent: 0000
      Timeout: 5 seconds
      BootOrder: 0000,0080
      Boot0000* ubuntu
      Boot0080* Mac OS X
      Boot0082*
      BootFFFF

      Wie man sieht, sind auch noch Mac-Partitionen vorhanden, nämlich die mit dem Sicherungssystem, was ja durchaus gewollt ist. Für meine Zwecke brauche ich diese nun erstmal nicht.

  2. Marco Marco 8. September 2013

    Interessant, deswegen ist das bei mir auch nicht aufgetreten. Refind sucht die vorhandenen Partitionen quasi automatisch nach Betriebssystemen ab, und konfiguriert sich entsprechend selbst.

    Trotzdem, solche Fehler dürften eigentlich gar nicht auftreten. Solche Installationen können ja eigentlich nur Fachleute vornehmen. Dass ausgerechnet Ubuntu hier Zicken macht, ist schon etwas verwunderlich.

    Die Mac Recovery Partition habe ich auch gelöscht. Wenn man das Setup von MacOS auf USB hat, braucht man die Partition auch nicht.

    • Ulrich Berens Ulrich Berens 8. September 2013

      Ja, da bekleckert sich ubuntu nicht mit Ruhm, denn zumal ein Linux-Beginner sitzt vor einer Installation, die für ihn unbenutzbar weil nicht erreichbar ist. Aber die Erfahrung lehrt, dass sich solche Fehler dann irgendwann auswachsen. 🙂
      Ich habe mir natürlich das Mac OS Recovery Zeugs ebenfalls auf einen Stick gezogen – sicher ist sicher.

  3. Michael Michael 25. September 2013

    Ich weiss gar nicht genau, warum ich hier bin, aber 2 Dinge stehen fest:

    1. Vom „Design“ deines Internetauftritts bekomme ich Augenkrebs.

    2. Einen iMac zu kaufen, diesen dann mit Linux zu strafen, und die entsprechenden Kommentare dazu passen perfekt zum „Design“ des Internetauftritts.

    • Ulrich Berens Ulrich Berens 25. September 2013

      Hallo Michael, ja so ist das wohl, wenn man sich im Netz verirrt hat: man findet sich an Orten wieder, die den eigenen engen Horizont herausfordern. Schön, dass mir das bei Dir mit meiner Seite optisch und auch thematisch so gut gelungen ist!

      • Odergatter Odergatter 24. Juli 2017

        1a Replik 🙂

  4. Frank Frank 4. Oktober 2013

    Hi,

    erstmal ein großes Lob für die tolle Anleitung. Konnte damit auf meinem iMac Late 2012
    endlich ein Linux (OpenSuse 12.3 x64) mit EFI-Boot zum laufen bringen.
    Vielen Dank dafür.

    Bin allerdings bisher daran gescheitert den NVIDIA Treiber zu installieren.
    Der Treiber kann problemlos installiert werden, nach dem Neustart habe ich dann einen
    schwarzen Bildschirm.

    Gibt es dazu irgendwelche Erfahrungen ?

    • Ulrich Berens Ulrich Berens 4. Oktober 2013

      Hallo Frank,

      mein iMac ist vom Frühjahr diesen Jahres. Auch ich habe versucht, unter OpenSuse den proprietären Nvidia-Grafiktreiber zu installieren – und dabei die gleichen „Ergebnisse“ erzielt wie Du: der Bildschirm bleibt schwarz. Bis auf kleinere Probleme mit manchen Video-Formaten, kann ich aber mit den freien Treibern ganz gut leben, zumal die sie die für Gnome erforderliche Leistung ja bringen. Ich bleibe aber an diesem Thema dran. Wenn ich eine Lösung finde, werde ich sie auf alle Fälle hier veröffentlichen.

  5. pit pit 11. Oktober 2013

    Hallo,

    Erstmal vielen Dank für die super Anleitung! Ich nutze Linux ebenfalls auf meinem iMac (Modell Mitte 2011), allerdings bisher unter parallels virtualisiert. Das klappte bis Dato super mit verschiedensten Linux- Distros. Ich bastel hobbymäßig ab und an mal eine eigene Distribution – Linux ist also mehr ein hobby – primär nutze ich das OSX- System, weil ich gern fotografiere und lightroom benötige. Dennoch liebe ich linux, doch seitdem parallels mit jedem neuen OSX auf ein kostenloses update verzichtet, sondern von mir verlangt, ein kostenpflichtiges upgrade zu kaufen, möchte ich Linux gern nativ neben OSX installieren.

    Ich scheiterte bisher jedoch leider immer an der Unterstützung der Bluetooth Maus / Trackpad und der Bluetooth Tastatur. Unter parallels liefen die Komponenten immer wunderbar. Funktionieren bei Dir unter opensuse die bluetooth- Eingabegeräte problemlos, oder nutzt Du kabelgebundene Komponenten?

    Ich finde es super, dass sich einige Menschen aktiv mit Linux beschäftigen – die community hält zusammen und dadurch ist Linux auch wesentlich besser dokumentiert, wenn man mal ein Problem hat, findet man sehr schnell Hilfe und Linux hat einfach diesen wunderbaren Charm von Freiheit. Dass das einige Apple- Fans nur sehr schwer nachvollziehen können, ist eine andere Sache: der Kanarienvogel im goldenen Käfig zwitschert eben dennoch sehr vergnügt 😉 Ich finde das Design Deiner Seite übrigens sehr übersichtlich und den Inhalt sehr interessant, weiter so 🙂

    Viele Grüße, pit.

  6. Ulrich Berens Ulrich Berens 11. Oktober 2013

    Hallo Pit,
    Danke für Deine Rückmeldung.
    Was Dein Problem mit Maus und Tastatur angeht, so nutze ich tatsächlich eine kabelgebundene Mac-Tastatur in Kombination mit einer Logitech Funk-Maus.
    Jedenfalls sollten Deine Komponenten eigentlich laufen, denn sie werden von Linux-Kernel angeblich vollständig unterstützt. Wo klemmt es denn bei der Einrichtung genau?

    Ich selbst nutze nur gelegentlich MacOS auf meinem MacBook, weil ich unter Linux nichts vermisse… außer vielleicht Timemachine, das wirklich wunderbar einfach funktioniert.

  7. marco marco 12. Februar 2014

    Schließe mich Michael zu 100% an. Linux auf dem Desktop ist was für Jungs ohne Freundin und viel Langeweile.

    • Ulrich Berens Ulrich Berens 13. Februar 2014

      Da antworte ich mal mit einem Nietzsche-Zitat:

      Die Menschen unterwerfen sich aus Gewohnheit allem, was Macht haben will.

  8. Hansjörg Hansjörg 19. April 2014

    Hallo Herr Berens,
    bin durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen weil ich Linux ausprobiere und auch so einige Fragen offen bleiben. Habe gegoogelt und bin bei Ihnen gelandet. Schön jemand zu haben, der mehr Ahnung hat als ich. Aber verwundert war ich, wie man sich einen Apple kauft ohne das Mac OSX wenigstens teilweise zu nutzen. Da hätte ich doch gleich ein technisch gleichwertiges aber deutlich billigeres Windows-Hardwaresystem genutzt. Trotzdem schöne Seite (berens.net, ubecon.de, ulrich-berens.de) und interessante Inhalte (Fotos, Linux-Texte).
    Liebe Grüße

  9. Ulrich Berens Ulrich Berens 21. April 2014

    Hallo Hansjörg,

    Danke für die nette Rückmeldung, auf die ich gerne antworte – gerade frisch aus dem Osterurlaub zurück.

    Die Gründe, warum ich Linux nutze und allen anderen Systemen (auch Mac OSX) vorziehe, sind vielfältig, ich nenn nur ein paar davon:
    Linux ist Freie Software – ich habe keine „Blackbox“ auf meinem Computer, in die ich nicht hineinschauen kann und in der es Hintertürchen für Datenschnüffler gibt.
    Ich binde mich nicht an eine Firma oder deren IT-Ökosystem.
    Ich brauche keinen Virenschutz, hab keinen Stress mit Trojanern und sonstiger Schdsoftware.
    Linux ist schnell, nachhaltig (läuft flott auch auf älterer Hardware) und für mich gut zu bedienen.
    Linux wird via Netz gut supported.

    Dass ich mir einen Mac gekauft habe liegt tatsächlich an der Hardware, nicht am mitgelieferten System. Und die Apple-Hardware ist meiner Meinung nach konkurrenzlos, und Linux läuft darauf tadellos (wenn die Hardware nicht hyperneu ist). Natürlich gibt es weitaus günstigere und auch flottere Windows-Hardware. Hier halbiert sich aber in Etwa der Wert der Hardware schon innerhalb eines Jahres. Das ist bei Apple-Hardware anders.

    Ein Beispiel: ich hatte bis vor kurzem ein gut erhaltenes weißes MacBook mit Intel CoreDuo, Baujahr 2009. Dies habe ich in der Bucht vor kurzem für fast 600 Euro wieder verkauft. Neu gekauft hatte ich es damals für 870 Euro.

    Also kurz: Apple-Hardware ist langfristig für mich die bessere Investition.

    Gruß
    Uli

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