Mal ein Lob dem Apfel

gummirand ab

Im Herbst 2009 habe ich mir ein weißes Macbook gekauft. Ja, das mit dem Unibody. Und mit einer Intel DualCore-CPU. Weiterhin mit einer 500 GB großen Festplatte und (inzwischen) 4GB RAM. Das Macbook hat mir die letzten vier Jahre stets gute Dienste geleistet, auch wenn mittlerweile auf dem zartweißen Gehäuse deutliche Gebrauchsspuren zu sehen sind (und auch obwohl es sich mit einem aktuellen MacOS X Mountain-Lion etwas schwer tut, und darum weiterhin – gut! – mit Linux und Snow Leopard läuft).

mein Macbook

Vor einem halben Jahr passierte dann etwas sehr Kurioses: die transparente Kunststoff-Scheibe, die auf dem Gehäuse das bei Betrieb leuchtende Apfelsymbol zeigt, löste sich und rutschte in den Notebook-Deckel. Das heißt, auf dem Macbookdeckel klaffte ein Loch in Apfelform. Das leuchtete zwar immer noch, sah allerdings doch etwas unschön aus. (Leider habe ich davon kein Foto gemacht.) Ich unternahm einige Versuche, die Apfel auf dem Macbookdeckel Plastikscheibe selbst wieder fest zu bekommen, scheiterte aber trotz Reparaturgeschick und Sekundenkleber.

Also schnappte ich mir das Macbook und trug es in den Augsburger Apple-Store. An der „Genius“-Bar wollte ich mir einen Kostenvoranschlag für eine Reparatur holen – und erwartete Schlimmes, schließlich war die Garantie ja bereits länger abgelaufen. Und ein teures Apple-Care-Paket hatte ich mir damals beim Kauf dann doch nicht geleistet.

Der freundliche Mitarbeiter des Stores untersuchte das Macbook und entdeckte zwei feine Haarrisse am linken und am rechten Bildschirmdeckel-Scharnier. Diese Haarisse waren mir auch schon seit längerem aufgefallen und ich hatte mich sehr darüber geärgert. Zu meiner ehrlichen Verblüffung teilte mir der Apple-Mitarbeiter mit, dass ich mit diesen zwei Haarissen („ein Dauerproblem bei diesen Macbooks“) in den Genuss eines kostenlosen Bildschirmaustausches für mein Macbook käme. Apple würde bei betroffenen Macbooks den ganzen Macbook-Deckel kostenlos austauschen – womit ja dann das Problem mit dem Apfel-Loch im Deckel ebenfalls behoben wäre.

Gummirand ab
Ups: unschöne Auflösungserscheinungen am unteren Macbookrand

Ich war begeistert, ließ mein Macbook gleich dort, und eine Woche später hatte ich ein quasi runderneuertes Macbook mit einem reinweißen, kratzerfreien, tadellosen Notebookdeckel in den Händen.

Nach einiger Zeit sorgenfreien Arbeitens fiel mir nun heute auf, dass der – ja nicht runderneuerte – gummierte Boden des Macbooks sich am Rande abzulösen beginnt. Ich schraubte den Bodendeckel ab und versuchte, das abrutschende Gummi, das vor allem einen guten Antirutsch-Effekt hat und auch als Bodendichtung z.B. schalldämpfend ist, wieder über die Bodenteilkante zu ziehen. Das klappte jedoch nicht. Der Gumminrand wirft nun eine häßliche Kante (s. Bild).

Kurzsteckbrief MacbookEin bisschen googeln zeigte mir dann, dass man bei ebay immerhin noch Ersatzböden fürs Macbook bekommt. Und fast hätte ich dort mit einem Gebot zugeschlagen, als ich über einen Beitrag von 2011 in einem Macforum stolperte. Dieser Beitrag berichtete davon, dass der sich ablösende Gummiboden ein „typisches Problem“ dieser Macbookgeneration sei und Apple darum ein kostenloses Ersatzteilprogramm für Macbookbesitzer aufgelegt habe.

Ohne viel Hoffnung machte ich mich auf die Suche danach und landete schließlich auf der richtigen Seite, dem „MacBook Bottom Case Replacement Program„. Und groß war meine Überraschung, dass dieses kostenlose Austauschprogramm immer noch läuft! Nach Eingabe meiner Apple-ID und der Seriennummer meines Macbooks gab mir die Webseite Bescheid: „die Teile sollten in Kürze zusammen mit der Einbauanleitung bei Ihnen eintreffen“. Wow, das nenne ich Kundenservice!

Ein dickes Lob mal für den Apfel!

Abschließend möchte ich noch klarstellen, dass dieser Beitrag kein von Apple gesponserter Hurra-Artikel ist. :-)