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Was bringt ein KENKO 2fach-Telekonverter?

Was bringt ein KENKO 2fach-Telekonverter?
Was bringt ein KENKO-2fach-Telekonverter?

Ich hatte mir die Anschaffung eines Telekonverters für meine Canon 40D bereits länger überlegt, bis ich vor drei Tagen bei Ebay fündig wurde und mir einen 2x-Konverter von KENKO ergattern konnte. Der KENKO MC7 AF 2x Telekonverter verlängert die Brennweite des vorgeschraubten Objektivs um das 2fache. So wird zum Beispiel aus meinem 300mm-Objektiv eine 600mm-Optik.

Klingt ja gut, aber: wie wirkt sich das in der Praxis aus?

Der Konverter überträgt die AF-Signale, so dass der Autofokus funktioniert. Blendenwerte werden jedoch nicht übertragen. Der AF-Betrieb funktioniert deshalb nur bei Objektiven mit einer Anfangsblende bis f/4.5. Bei Objektiven mit einer kleineren Anfangsblende kann man nur manuell fokussieren.

KENKO 2xTelekonverter: wertig verarbeitet und gute Ergebnisse

Der Konverter ist hochwertig verarbeitet, hat einen stabilen Metallkorpus und besitzt mehrfachvergütetete Linsen. Er lässt sich an alle Canon EF-Objektive anbringen, nicht jedoch an EF-S Optiken. Darunter fällt zum Beispiel auch das mit den Einsteiger-Canon-Kameras gleich mitgelieferte Kit-Objektiv EF-S 18-55mm.

Mein erster Test fand an meiner Canon 40D mit dem Allerwelts-Zoom-Objektiv Canon EF 75-300mm 1:4-5.6 III statt. Dieses Objektiv ist nicht gerade ein Spitzenobjektiv oder ein Ausbund an Schärfe, aber es verdeutlicht doch ganz gut den Zugewinn an Brennweite.

Auf der Collage unten sieht man in der linken Spalte untereinander die „normale“ Brennweite (maximal und minimal) und im Vergleich dazu in der rechten Spalte die „verdoppelte“ Brennweite.

KENKO: Brennweitengewinn im Vergleich
Brennweitengewinn im Vergleich

Die Ergebnisse sind ok., find ich. Die im Detail der Fotos doch sichtbare Zunahme an Farbsäumen ist verkraftbar. Vermutlich „verstärkt“ der Telekonverter hier auch die Schwächen des Objektivs.

Der automatische Autofokus greift im Brennweitenbereich von 75mm noch ganz gut. Bei 300mm ist allerdings manuelles Fokussieren angesagt – hier dreht sich der AF einen Wolf.

Was ich auch nicht wusste: in die EXIF-Daten des Bildes wird weiterhin die Brennweite des benutzen Objektives geschrieben. D.h. die Kamera „merkt“ nicht, dass ein Konverter zwischen Body und Objektiv sitzt.

(Erstveröffentlich dieses Artikels auf meiner alten Webseite am 9. März 2010)

KENKO Telekonverter: Der Mond aufgenommen mit 2x300mm
Eine Aufnahme des fast vollen Mondes mit vorgeschaltetem KENKO-Konverter und dem im Artikel beschriebenen 300mmm-Zoom holt den Mond nun doppelt so nah heran. Die auftretenden Farbsäume rühren von der minderen Qualität des verwendeten Zooms und gehen nicht zu Lasten des Konverters.

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