Mit der OM-5 Mark II besitze ich nach der E-M5 (II und III) und der OM-5 Mark I bereits die vierte Kamera der „5er“-Reihe von OM System, vormals Olympus. Ich schätze die fotografischen Möglichkeiten dieser kleinen Kamera, deren herausragende Bildqualität, ihr geringes Gewicht einhergehend mit bester Portabilität und nicht zuletzt ihre Wetterfestigkeit, die auch Regen widersteht. Ich nehme sie gerne auf Reisen mit.
Nix als Werbesprüche?
OM System bewirbt aktuell die Kamera mit diesen Worten:
Die OM-5 Mark II ist eine ultrakompakte, leichte spiegellose Kamera, die für Outdoor-Begeisterte und Abenteurer konzipiert wurde, die höchste Bildqualität ohne Kompromisse verlangen. Mit nur 418g (mit Akku und SD-Karte) ist sie der ideale Begleiter für Reisen, Wanderfotografie und spontane Videografie – sie bietet robuste Leistung in einer sehr tragbaren Form.
Die Kompaktheit bringt natürlich auch eine (für mich verkraftbare) Einschränkung: sie ist nicht so super „griffig“ wie meine „große“ OM-1. Darum schätze ich die Daumenablage auf der Rückseite der OM-5. Genau die ist es aber, die mich an der vollmundigen Aussage, die OM-5 biete „robuste“ Leistung, zweifeln lässt.
Schon die OM-5 Mark I hatte diese Probleme
Schon der Vorgänger meiner jetzigen schwarzen OM-5 Mark II, eine Mark I in Silber, hatte Probleme damit, dass sich die Belederung der kleinen Daumenablage nach etwa einem 3/4 Jahr Gebrauch komplett ablöste, wie hier auf dem Foto von 2024 gut zu sehen ist:

Damals hatte ich immerhin das Glück, dass das kleine Stück (Kunst-)Leder für die Daumenablage nicht verloren ging. So konnte ich es leicht wieder mit Sekundenkleber so reparieren, dass es für den Rest meiner Nutzung dieser Kamera auch hielt.
Nichts dazu gelernt?
Schon damals gab es etliche Klagen über die Ablösung der Daumenablage im Netz (z.B. hier und hier). Ich hatte gehofft, dass OM System aus diesen offensichtlichen Fertigungsproblemen gelernt hat.
Anscheinend leider Fehlanzeige.
Auch beim jetzigen aktuellen Modell, meiner OM-5 Mark II, löst sich die Belederung ab. Diesmal sogar viel schneller. Und ich habe noch das Pech, dass ich gar nicht mitbekommen habe, wann und wo das passiert ist, denn das kleine Stück (Kunst-)Leder ist verschwunden.

Mein Provisorium
Dazu habe ich im Moment dummerweise kein Stück Leder in Schwarz, so dass ich ein braunes Stück Leder aus einem alten Gürtel heraus- und zurechtgeschnitten habe, und so wenigstens ein Provisorium aufkleben konnte.
Das sieht nun echt nicht wirklich gut aus. :-(
Liebe OM System – Leute: Ihr habt ein Qualitätsproblem, das Ihr endlich mal angehen solltet!


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